IMSAPP ECU Simulator

Um während der Entwicklung etwas besser auf die unterschiedlichen OBD-Protokolle reagieren zu können und den Umgang damit zu verbessern, bieten sich OBD/ECU-Simulatoren an, die ein oder mehrere Steuergeräte im Auto simulieren.

Auch lassen sich mit einem ECU-Simulator deutlich besser bestimmte Zustände im Fahrzeug simulieren. Beispielsweise eine leuchtende Motorkontrolllampe oder wie reagiert die Software, wenn der Benutzer den OBD-Stecker ständig einsteckt und wieder herauszieht?

Es gibt hier diverse Produkte auf dem Markt, die mitunter sehr preisintensiv sein können. Je nach gefordertem Umfang, ist der Preis auch gerechtfertig. Vieles benötige ich aber nicht und habe mir den ECU-Simulator von IMSAPP geordert.

Der Hauptgrund (neben dem günstigen Preis), weshalb ich gerade diesen testen wollte, war die weitestgehend freie Konfiguration mittels Computer und den generellen Eindruck den das Produkt alleine schon über die Webseite und der dort verfügbaren kleinen Video-Demonstration gemacht hat. Dass die Software nicht nur für Windows und Mac, sondern auch schon für Mac M1 optimiert ist zeigt, dass der Entwickler aktiv ist.

Die meisten Simulatoren bieten eine feste Funktionalität. Das heißt: 3/5/7 (oder wieviele auch immer) Regler, die einen festen Fahrzeugwert (wie U/min, Temp) simulieren. Dazu eine feste VIN und feste vorgegebene MIL-Fehler.

Der IMSAPP macht das etwas anders. Zwar hat auch dieser Simulator 6 Regler, die eine feste Zuordnung haben (PID 10, 05, 0C, 0D, 0F, 11). Ansonsten ist aber alles frei über die PC- oder Mac-Software konfigurierbar. Also Wertebereiche der einzelnen PIDs oder auch vom ECU unterstütze PIDs, VIN und DTC-Fehler. Das ist in dieser Preisklasse schon einmalig.

Erster Eindruck / Lieferumfang

Der erste Eindruck ist hervorragend. Das Produkt kommt sauber verpackt an und ist reichhaltig mit Zubehör ergänzt:

  • 12V-Netzteil (nur theoretisch nutzbar, da kein deutscher 220V-Stecker)
  • Bluetoth-OBD-Diagnose-Stecker
  • OBD-Verlängerungskabel
  • USB-Kabel zum Anschluss an den PC/Mac

Das Gehäuse war von jeder Seite mit einer Folie geschützt und macht einen sehr guten Eindruck. Das Display ist ordentlich dimensioniert und für alles wichtige gibt es Hardware-Tasten:

  • 6 Regler für unterschiedliche Fahrzeugwerte
  • RESET
  • MIL an/aus
  • DIP-Switch für Protokollwahl

Erster Test

Der erste Test war so unspektakulär wie erfreulich. Es funktioniert einfach. Sobald das Gerät Strom bekommt ist es aktiv und man kann direkt loslegen und die Daten auslesen.

Das verwendete Protokoll lässt sich vorne per DIP-Switch wechseln und der danach notwendige Reset ist über den Reset-Schalter an der rechten Seite möglich.

Verbindung zum PC

Die Verbindung zum PC ist kinderleicht. Die Software ist auf der Webseite zu finden und schon gleich beim Auspacken der Hardware, erinnert der Aufkleber auf dem Gerät daran, auch den CP2102-Treiber zu installieren.

In meinem Falle war sowohl die Treiberinstallation unter Windows 10, als auch die Kommunikation mit dem Gerät problemlos.

Wie die Software funktioniert ist weitestgehend selbsterklärend und ansonsten gibt es auf der Webseite des Herstellers auch noch ein Video dazu.

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